02.07.2017

Nikolauskapelle: Alte Musik auf dem Spinett

nikolauskapelle_W.jpgDie Nikolauskapelle bei Klingenmünster ist Schauplatz eines außergewöhnlichen Konzertes: Am Sonntag, 2. Juli, ab 17 Uhr spielt Bernhard Arbogast frühe italienische Tastenmusik aus Renaissance und Barock. Der in Landau lebende Kirchenmusiker kommt mit einem besonderen Instrument in die Kapelle. Es handelt sich um ein italienisches Spinett, das vor zwei Jahren von Cembalobaumeister Volker Platte konstruiert wurde – und zwar nach altem Vorbild, nämlich einem Entwurf aus dem Jahr 1540 des venezianischen Instrumentenbauers Dominicus Pisaurensis.

Auf dem Programm stehen Werke italienischer Meister, die bei uns wenig bekannt sind: Marco und Girolamo Cavazzoni, Lodovico Fogliano, Andrea und Giovanni Gabrieli, Giovanni Fasolo, Gregorio Strozzi, Giovanni Salvatore und Bernardo Storace.

spinett_W.jpgBernhard Arbogast greift eine Tradition wieder auf, die 30 Jahre zurückliegt. Damals hat er gemeinsam mit Pfarrer Egon Emmering eine Konzertreihe in der Nikolauskapelle organisiert. Unter anderem spielte er seinerzeit einige Raritäten der Barockmusik. Arbogast absolvierte an der Musikhochschule Mannheim – Heidelberg den Studiengang Diplommusiklehrer mit den Hauptfächern Orgel und Musiktheorie. Sein Kirchenmusikerdiplom legte er in Speyer ab. Seit 1970 ist er als Kirchenmusiker tätig und unterrichtet seit 1975 als Dozent am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut Speyer, Außenstelle Landau.

Für das Konzert wird kein Eintritt erhoben, der Musiker spielt ohne Gage. Der Veranstalter, die Burg-Landeck-Stiftung, erbittet jedoch von den Besuchern eine Spende für die weitere Restaurierung der Nikolauskapelle.

Bildtext: Auf einem Spinett, nachgebaut nach altem Vorbild, spielt Bernhard Arbogast das Konzert in der Nikolauskapelle.

Rita Reich